Im-Ohr-Sensor zur Pulsoxymetrie

Die "Im-Ohr-Sensortechnologie" für kardiovaskuläres Monitoring wurde im CiS Forschungsinstitut auf der Grundlage eines patentierten, optoelektronischen Sender-Empfänger-Moduls entwickelt. Medizinische Vorsorge, Rehabilitation, physiologisches Training oder Sport sind mögliche Einsatzgebiete dieser Technologie, die eine kontinuierliche Kontrolle von Vitalparametern wie Blutpulsation, Herzrate, Sauerstoffgehalt und Atemrate erlaubt. Die gewonnenen Daten können für Diagnose, zur Therapieoptimierung wie auch zur Detektion kritischer Zustände genutzt werden. Die Vorteile der Im-Ohr-Messung liegen in der Vermeidung bewegungsbedingter Artefakte bei stabiler Stammtemperatur, geringer Tremoranfälligkeit, niedriger orthostatischer Druckmodulation und hoher Stabilität bei Zentralisation.


Kernstück ist ein VIP-Sensor, der mittels remittierten Lichtes die Photonen-Gewebe-Interaktion detektiert. Es ist eingebettet in eine von Hörgeräten her bekannte Otoplastik, die entweder probantenspezifisch oder universell gestaltet werden kann. Die Ansteuerung des Sensors und die Signalerfassung erfolgt über eine drahtlose Bluetooth-Verbindung zu einer am Körper getragenen Microcontroller-basierten Datenerfassungseinheit, die wiederum drahtlos mit einem Auswerterechner kommuniziert.

Für die Entwicklung des Im-Ohr-Sensorsystems wurde ein Team von Mitarbeitern des CiS Forschungsinstituts, der RWTH Aachen und der Audio Akustik GmbH Sömmerda mit dem SENSOR Innovationspreis 2010 des AMA Fachverband für Sensorik e.V. ausgezeichnet.